Was ist Thunderbird? Die Gratis-Alternative zu Outlook
Ein kostenloses E-Mail-Programm für Windows, Mac und Linux – für viele Betriebe ein vollwertiger Ersatz für Outlook.

Die kurze Antwort: Thunderbird ist ein E-Mail-Programm für den Computer. Es holt Ihre Nachrichten auf das Gerät, statt dass Sie sie im Browser lesen, und verwaltet daneben Kalender und Adressen. Es läuft auf Windows, Mac und Linux, und es kostet nichts — auch nicht im Betrieb. Sie holen es auf thunderbird.net.
Für viele Betriebe ist es ein vollwertiger Ersatz für Outlook. Eine Einschränkung gibt es, und die steht weiter unten. Wir verstecken sie nicht — sie entscheidet, ob es bei Ihnen passt oder nicht.
Wer steckt dahinter?
Thunderbird gehört zur Mozilla-Familie, also zu denselben Leuten, von denen der Firefox-Browser kommt.
Das Programm ist quelloffen: Sein Bauplan liegt offen, jeder darf hineinsehen. Finanziert wird es über Spenden der Nutzer. Der Hersteller schreibt ausdrücklich hin, dass er keine persönlichen Daten sammelt und keine Werbung in Ihrem Posteingang verkauft.
Das ist mehr als ein Nebensatz. Bei einem Gratis-Programm ist die erste vernünftige Frage immer: Womit verdienen die eigentlich ihr Geld? Hier lautet die Antwort: mit Spenden — und nicht mit dem, was in Ihren Mails steht.
Was es kann
- Mehrere Postfächer auf einmal. Sie führen jedes Konto getrennt oder lassen alle in einem gemeinsamen Posteingang zusammenlaufen. Praktisch, wenn Sie eine persönliche und eine Info-Adresse haben.
- Nachrichten, Termine und Kontakte im selben Fenster. Sie müssen nicht zwischen Programmen hin und her wechseln.
- Auf allen drei Systemen. Windows in 64 und 32 Bit, Mac und Linux. Wer im Betrieb gemischte Geräte hat, arbeitet überall mit demselben Programm.
- Dauerhaft kostenlos. Keine Arbeitsplätze zu melden, keine Testphase, kein Abo, das nach einem Jahr anfängt zu kosten.
Nur von der Herstellerseite herunterladen
Aktuell ist Version 153.0.3 (Stand: 12. August 2026). Für sehr alte Rechner mit Windows 7 oder 8.1 gibt es zusätzlich eine ältere Fassung zum Herunterladen.
Und wie bei jedem Gratis-Programm gilt: nur von der Herstellerseite herunterladen, hier also von thunderbird.net. Es gibt Portale, die bekannte Programme anbieten und ihr eigenes Installationsprogramm dazwischenschalten. Was da alles mitkommt, hat mit Thunderbird nichts zu tun.
Die Einschränkung, die Sie kennen müssen: Exchange
Hier entscheidet sich, ob Thunderbird für Ihren Betrieb taugt.
Viele Firmen haben ihre E-Mail bei Microsoft — auf einem Exchange-Server oder in Microsoft 365. Dort liegen nicht nur die Nachrichten, sondern auch die gemeinsamen Kalender und das Firmen-Adressbuch. Genau das ist der Grund, warum Outlook in vielen Büros steht.
Der Stand heute: Thunderbird kann seit der Version 145, also seit Ende 2025, direkt mit Exchange arbeiten — ganz ohne Zusatzprogramm. Aber nur für E-Mail. Konto einrichten, Ordner, senden, antworten, weiterleiten, verschieben, löschen, Anhänge: alles vorhanden.
Kalender und Adressbuch von Exchange kann Thunderbird noch nicht. Der Hersteller sagt das selbst — es stehe auf dem Fahrplan, sei aber noch nicht umgesetzt.
Was das für Sie bedeutet:
- Ihre Mail läuft über einen gewöhnlichen Anbieter, etwa bei Ihrem Schweizer Hoster mit Ihrer eigenen Domain? Dann ist Thunderbird ohne Einschränkung brauchbar.
- Sie arbeiten im Team mit gemeinsamen Terminen und einem Firmen-Adressbuch aus Microsoft 365? Dann bleiben Sie vorerst bei Outlook — oder Sie warten ab, bis der Rest nachgeliefert ist.
Was ein Wechsel an Arbeit macht
Ehrlich: weniger, als die meisten befürchten — aber nicht nichts.
Einfach ist es, wenn Ihre Nachrichten beim Anbieter auf dem Server liegen und Ihr Gerät sie nur abruft. Das ist heute der Normalfall. Dann richten Sie das Konto in Thunderbird ein und alles ist da. Es zieht nichts um.
Arbeit machen in der Regel drei Dinge:
- Alte Nachrichten, die nur auf dem alten Rechner liegen und nirgends sonst. Die müssen aus dem alten Programm heraus und in Thunderbird hinein.
- Das Adressbuch. Kontakte werden ausgelesen und wieder eingelesen.
- Die Kleinigkeiten, an die niemand denkt: Signatur, Sortierregeln, Vorlagen, Abwesenheitsnotiz.
Der ruhigste Weg
Thunderbird einrichten und ein paar Tage parallel zum bisherigen Programm laufen lassen. Erst wenn alles passt, kommt das alte weg. Wenn Sie das nicht selbst machen wollen, übernehmen wir es. Nach Aufwand — Privatkunden CHF 130.– pro Stunde, Firmen CHF 160.– pro Stunde, im Viertelstunden-Takt. Den Aufwand schätzen wir vorher ab, damit Sie wissen, woran Sie sind.
Wenn Sie weiterlesen wollen
Thunderbird ist eines von mehreren offenen Programmen, die im Betrieb halten, ohne etwas zu kosten. Was es sonst noch gibt, steht unter Alternativen zu Microsoft Office.
Und wenn es um mehrere Arbeitsplätze und gemeinsame Postfächer geht, ist das keine Programmfrage mehr, sondern eine Frage der Einrichtung — IT-Support für KMU.
Unsicher, ob es bei Ihnen passt, vor allem wegen Exchange? Rufen Sie an: 052 383 23 32. Wir schauen uns an, wo Ihre Mail heute liegt, und sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Wechsel lohnt.
Gut zu wissen
Ist Thunderbird auch in der Firma wirklich gratis?
Ja. Es gibt keine getrennte Geschäftslizenz und keine Beschränkung auf Privatpersonen. Der Hersteller finanziert sich über Spenden.
Muss ich meine E-Mail-Adresse wechseln?
Nein. Thunderbird ist das Programm, nicht der Anbieter. Ihre Adresse und Ihr Postfach bleiben, wo sie sind — Sie wechseln nur das Fenster, durch das Sie hineinschauen.
Verliere ich meine alten E-Mails?
Nicht, wenn man es richtig macht. Liegen die Nachrichten beim Anbieter, sind sie nach dem Einrichten sofort wieder da. Liegen sie nur lokal auf dem Rechner, werden sie übernommen. Vor jedem Wechsel wird gesichert — das ist der Teil, den man nicht abkürzt.
Kann ich Thunderbird und Outlook nebeneinander laufen lassen?
Ja, und das ist sogar zu empfehlen. So sehen Sie in Ruhe, ob alles läuft, bevor Sie sich festlegen.
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