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Ratgeber

Was ist Linux Mint? Einfach erklärt

Ein kostenloses Betriebssystem, das sich ähnlich bedienen lässt wie Windows – und auf Geräten läuft, die für Windows 11 zu alt sind.

Ein älteres Notebook steht aufgeklappt auf einer Holzwerkbank in einer Werkstatt, die Hände einer Person am Gerät, auf dem Bildschirm ein aufgeräumter Computer-Schreibtisch.

Die kurze Antwort: Linux Mint ist ein Betriebssystem — also das, was auf einem Computer läuft, bevor Sie das erste Programm öffnen. Bei den meisten Geräten ist das Windows. Linux Mint ist eine andere Möglichkeit: Es kostet nichts, auch nicht in der Firma, und es wird ähnlich bedient wie Windows. Startknopf unten links, Leiste am unteren Rand, Fenster mit der Maus verschieben.

Sie holen es auf linuxmint.com — und nur dort. Der Rest ist für alle, die es genauer wissen wollen.

Betriebssystem — was heisst das überhaupt?

Das Betriebssystem ist die Grundlage, auf der alles andere aufsetzt. Es zeigt den Bildschirmhintergrund, verwaltet Ihre Ordner, spricht mit dem Drucker und startet Ihre Programme. Der Browser, das Mailprogramm, die Buchhaltung — das alles sind Programme, die obendrauf laufen.

Auf einem gekauften Computer ist fast immer Windows drauf, mitbezahlt im Preis. Linux Mint ist die Alternative dazu: Sie laden es herunter, spielen es auf, und danach ist es das, was den Rechner steuert.

Der Hersteller beschreibt es selbst so: ein Betriebssystem für Arbeitsplatz- und Notebook-Computer, das gleich funktionieren soll und die Programme mitbringt, die die meisten Leute brauchen.

Wie sieht es aus?

Das ist die Frage, die den meisten am wichtigsten ist — und die Antwort ist beruhigend: vertraut.

Linux Mint gibt es in drei Ausgaben. Der Unterschied ist nur die Oberfläche, also das, was Sie sehen und anklicken. Darunter ist alles gleich.

  • Cinnamon — die modernste, mit den meisten Funktionen. Der Hersteller nennt sie die beliebteste Ausgabe und empfiehlt sie.
  • MATE — klassischer und schneller. Sie braucht weniger vom Rechner und läuft darum auf älteren Geräten flotter.
  • Xfce — die leichteste von allen. Sehr stabil und sehr genügsam.

Wer sich mit Windows zurechtfindet, findet sich hier zurecht

Alle drei sind gleich aufgebaut: Startknopf, Programmliste, Leiste am Rand. Die Sprache wählen Sie beim Aufspielen aus. Deutsch ist dabei.

Was es kostet und wie lange es hält

Es kostet nichts. Das ist keine Testphase und kein Lockangebot.

Der Hersteller schreibt es so hin: Linux Mint ist vollständig kostenlos. Auf die Frage, ob man es geschäftlich einsetzen darf, lautet die Antwort schlicht ja. Und auf die Frage, ob es sich für Firmen eignet, ebenfalls ja — mit dem Hinweis, dass die Langzeit-Ausgaben fünf Jahre lang unterstützt werden. Finanziert wird das Ganze über Spenden und Werbung auf der Herstellerseite. Es gibt keine Lizenz zu kaufen und keine Arbeitsplätze zu melden.

Aktuell ist Linux Mint 22.3 mit dem Übernamen «Zena». Es ist eine Langzeit-Ausgabe und bekommt Updates bis April 2029 (Stand: 12. August 2026).

Das ist der Punkt, der im Betrieb zählt: einmal einrichten, danach jahrelang Ruhe. Und wenn diese Ausgabe ausläuft, kommt die nächste — wieder kostenlos.

Wie viel Rechner es braucht: 2 GB Arbeitsspeicher als Minimum, 4 GB für angenehmes Arbeiten. 20 GB Platz auf der Festplatte, empfohlen 100 GB. Der Bildschirm sollte mindestens 1024 mal 768 Punkte können. Das schaffen auch Geräte, die zehn Jahre alt sind.

Was anders ist als bei Windows

Drei Dinge sollten Sie wissen, bevor Sie es ausprobieren:

  1. Windows-Programme starten nicht einfach so. Ihr Branchen- oder Buchhaltungsprogramm läuft unter Linux Mint nicht per Doppelklick. Für die täglichen Dinge — Internet, E-Mail, Briefe, Tabellen, Fotos, Videos — gibt es Ersatz. Für Spezialsoftware muss man vorher hinschauen.
  2. Treiber der Grafikkarten-Hersteller sind nicht ab Werk dabei. Linux Mint spielt sie bewusst nicht mit auf, sie lassen sich aber leicht nachrüsten.
  3. Es gibt keine Verkaufsfirma, die Sie anrufen können. Hinter Linux Mint steht eine Gemeinschaft. Wer jemanden zum Anrufen will, braucht ihn vor Ort.

Wenn Sie weiterlesen wollen

Dieser Beitrag beantwortet die Frage, was Linux Mint ist. Zwei andere Fragen beantworten wir an anderer Stelle:

Unsicher, ob es bei Ihnen passt?

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Häufige Fragen

Gut zu wissen

Ist Linux Mint dasselbe wie Linux?

Nicht ganz. Linux ist der Kern, den viele verschiedene Systeme benutzen. Linux Mint ist eines dieser Systeme — eines, das besonders auf einfache Bedienung ausgelegt ist.

Kann ich es ansehen, ohne etwas zu löschen?

Ja. Linux Mint lässt sich von einem USB-Stick starten und in Ruhe anschauen, ohne dass am Computer etwas verändert wird. Erst wenn Sie das Aufspielen ausdrücklich starten, passiert etwas an Ihrer Festplatte.

Läuft es auf meinem alten Rechner?

Wahrscheinlich. Ab 2 GB Arbeitsspeicher ist es brauchbar, ab 4 GB angenehm. Ist es weniger, lohnt sich ein Blick auf die leichteren Möglichkeiten.

Brauche ich einen Virenschutz?

Die allermeisten Schadprogramme sind für Windows gemacht. Wichtiger ist aber das, was auf jedem System gleich gefährlich ist: Betrugsmails, gefälschte Anmeldeseiten und schwache Passwörter. Davor schützt kein Betriebssystem.

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